Max  Ernst

Maler und Graphiker

geboren am 2.4 1891 in Brühl, gestorben 1.4.1976 in Paris.

Der Maler, Graphiker und Plastiker gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 2O. Jahrhunderts. Max Ernst war Autodidakt. Durch eine "Art Studium generale" (Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte, Psychologie, Kriminalistik u.a.) verschaffte er sich einen Fundus an Allgemeinwissen, aus dem er sein ganzes Leben schöpfen konnte. Nach dem ersten Weltkrieg hatte für Max Ernst die traditionelle Kunstanschauung Ihren Sinn verloren, und er gründete 1919 mit Theodor Baargeld und Hans Arp die Kölner Dada-Gruppe. 1921 stellte er auf Einladung André Bretons seine Collagen in Paris aus und übersiedelte 1922 nach dort, wo er bald zu den Gründern der Surrealistengruppe um Breton gehörte. Seine anfängliche Vorliebe für Hohl- und Röhrenformen basierte neben den Einflüssen de Chiricos auf dem surrealistischen an dem Spannungsverhältnis von Außen und Innen, von Bewußtem und Unbewußtem. In den späten zwanziger Jahren waren seine Bildthemen Wälder, Horden, Windsbräute, Vogelmonumente und Muschelblumen. In diesen Malereien wird die Bildgestaltung durch neue Techniken bereichert: Frottage, Grattage und Décalcomanie. Sie beziehen den die Phantasie anregenden Zufall in den Schaffensprozeß ein. Zahlreiche Collageromane entstanden aus Resten von Stahlstichen, die er alten illustrierten Zeitungen entnahm. 1938 verließ er die Surrealistengruppe; 1939 wurde er in Frankreich interniert; 1941 konnte er in die Vereinigten Staaten emigrieren. Trotz der Anerkennung, die ihm in den Vereinigten Staaten zuteil wurde, kehrte er 1953 nach Paris zurück und blieb in Frankreich ansässig.
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